Europäische Ölkonzerne verzeichneten im dritten Quartal Gewinne in Milliardenhöhe. Maßgeblich für diese Entwicklung sind die hohen Preise für Rohöl, die infolge des Krieges im Iran gestiegen sind. Neben den Rohölpreisen tragen historisch hohe Margen im Raffineriegeschäft wesentlich zu den positiven Ergebnissen bei.
Zu den Unternehmen, die am Donnerstag entsprechende Milliardengewinne meldeten, gehören Shell aus Großbritannien, TotalEnergies aus Frankreich sowie Repsol aus Spanien. Diese Ergebnisse unterstreichen die aktuelle Marktdynamik im Energiesektor. Auch das österreichische Unternehmen OMV konnte seinen Gewinn in diesem Zeitraum stark steigern.
Die enorme Profitabilität der Branche führt jedoch zu politischen Spannungen. Angesichts der Meldungen über diese massiven Gewinne wird der Ruf nach der Einführung von Übergewinnsteuern wieder laut. Kritiker hinterfragen die hohen Margen in einer Zeit globaler Instabilität.
Die Kombination aus geopolitischen Konflikten und der Struktur des Raffineriegeschäfts hat somit eine Phase extrem hoher Rentabilität eingeleitet. Die Marktteilnehmer beobachten nun, ob die politischen Reaktionen auf diese Gewinne zu neuen regulatorischen Eingriffen führen werden.



